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Angesichts der Lage mußte auch Balladur einräumen: „Freiheit muß geordnet sein, Prinzipien und Regeln unterworfen, die verhindern, daß sie anarchistisch wird.” Rocard griff dieses Argument auf und ging noch weiter: „Wir haben das Weltwährungssystem schon vor etwa 40 Jahren zerstört. Da wir nicht in der Lage sind, es wieder aufzubauen, ziehen wir es vor, die durch die freischwebenden Wechselkurse und die Explosion der Kreditschöpfung erzeugte Unordnung zu entschuldigen, die eine der großen Ursachen der Spekulation und damit auch der wirtschaftlichen Ungleichgewichte ist.”
Aber hier scheiden sich die Geister. Balladur empfiehlt, die nationale wirtschaftliche Souveränität ganz aufzugeben und eine „Union des Westens” zu gründen. Rocard hingegen betonte: „Mir ist, wie Ihnen, klar, daß die innereuropäischen Regulierungen nicht mehr ausreichen, um mit dem globalisierten Finanzwesen umzugehen. Ich denke auch, daß man in den Vereinigten Staaten darüber nachdenkt, daß in Abwesenheit von Regulierungen zuviel getan wurde. Ich habe daher den Wunsch, daß Frankreich eine große Weltfinanzkonferenz vorbereiten und einberufen sollte, die wir ein zweites Bretton Woods nennen könnten.”
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Zur Kenntnisnahme. Wir können die Angaben selber nicht vollständig beurteilen. Bilden Sie sich bitte selbst Ihre Meinung, Ihr Urteil ! “Drum prüfe …”
(Markierungen in Fett- bzw. Kursivschrift – wie immer – durch die Redaktion)
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