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„Europa von Kaukasus-Krieg kalt erwischt”, titelte Spiegel-Online am Freitag einen Artikel über die Eskalation des Konfliktes zwischen Georgien und Südossetien, der den Charakter eines typischen Stellvertreterkrieges zwischen den USA und Rußland hat. Der Autor, ein gewisser Hans-Jürgen Schlamp, berichtete aus Brüssel von der angeblichen „Hilflosigkeit” der EU-Kommission und der französischen Regierung, die derzeit die Präsidentschaft der EU innehat, die alle nur „ihre tiefe Besorgnis” zum Ausdruck bringen könnten.
Stellvertreterkrieg im Kaukasus
Nichts ist falscher als das. Als die EU, Großbritannien, Frankreich und einige andere Staaten im Februar dieses Jahres die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo unterstützten, war vollkommen klar, daß dies eine Destabilisierung nicht nur des Balkans bewirken, sondern allen möglichen separatistischen Bewegungen und Minderheiten grünes Licht geben würde. Wie bei den Balkankriegen vor der Ersten Weltkrieg oder dem Balkankrieg von 1991 diente diese ethnisch komplizierte Region als Schachbrett für britische geopolitische Destabilisierungen, bei denen es letztlich darum ging, die Großmächte entweder in Konflikte zu ziehen oder eine wirtschaftliche friedliche Kooperation auf dem eurasischen Kontinent zu verhindern. Es ist sicher kein Zufall, daß ausgerechnet Roy Reeve am 21.12.2007 Chef des EU-Planungsteams für Kosovo wurde, ein Rußland-Experte, der zuvor Berufserfahrung u. a. in Nordirland, der Ukraine, Armenien und Georgien gesammelt hat, also genau den Ländern, in denen Probleme mit Nationalitäten und ethnischen Minderheiten existieren.
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Wieso beschließt Georgien, das sich mit seiner sogenannten „Rosen-Revolution” und seinem Wunsch, der NATO beizutreten, als williges Instrument der anglo-amerikanischen Einkreisungsstrategie gegenüber Rußland erwiesen hat, ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt die Rückeroberung Südossetiens, das sich vor 16 Jahren unabhängig erklärt hat? Der Krieg im Kaukasus ist Teil einer globalen Destabilisierung, zu welcher der Zeitpunkt der Verhaftung Karadzics ebenso gehört wie die Destabilisierung der Türkei, Pakistans, Indiens, des Sudan, Simbabwes – durch Terroranschläge bzw. Sanktionen, um nur die offensichtlichsten Fälle zu erwähnen.
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Zwei Alternativen
Die westlichen Nationen haben jetzt im wesentlichen zwei Möglichkeiten. Entweder sie folgen der britischen Linie, Rußland, China und Indien als antagonistisch zu behandeln, d.h. u.a. Georgien für antirussische Operationen zu benutzen, separatistische Tendenzen in China zu fördern, Heuschrecken gegen Indien einzusetzen und dergleichen mehr – dann ist die große Katastrophe gewiß.
Oder sie folgen dem Vorschlag, den Lyndon LaRouche seit einiger Zeit gemacht hat, daß eine neue internationale Finanz- und Wirtschaftsordnung in der Tradition von Roosevelt und seinem New Deal und dem Bretton Woods auf die Tagesordnung gesetzt werden. Dabei müssen die USA, Rußland, China und Indien als Kerngruppe zusammenarbeiten, um die sich dann andere souveräne Nationen gruppieren können. Der Artikel von Außenminister Lawrow sagt im wesentlichen genau das.
Für die europäischen Nationen bedeutet dies allerdings, daß sie sich aus der Zwangsjacke der EU, die spätestens seit Maastricht ein neuer Versailler Vertrag für Deutschland geworden ist, befreien müssen. Die europäischen Nationen können sehr wohl als Europa der souveränen Republiken zusammenarbeiten und dem Geist eines humanistischen Europa sehr viel besser entsprechen, als dies heute mit einer EU-Bürokratie möglich ist, die von der humanistischen Tradition Europas weiter entfernt ist als eine um ein paar Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie.
Hoffen wir, daß die selbst von Greenspan so bezeichnete Jahrhundertkrise des Finanzsystems und die Erfahrung, wie schnell es zum Krieg kommen kann, zusammengenommen ausreichen, um die Verantwortlichen zur Vernunft zu schocken.
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Zu Ihrer Kenntnisnahme. Wir können die hier geäusserten interessanten Thesen selber nicht vollständig beurteilen. Trotzdem meinen wir man sollte sie kennen.
Bilden Sie sich aber bitte selbst Ihre Meinung, Ihr Urteil ! “Drum prüfe …”
(Markierungen in Fett- und/oder Kursivschrift – wie immer – durch die Redaktion)
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Das ist ja wohl die Unverschämtheit schlechthin! Weiß die Bürgerrechtsbewegung Solidarität, dass ihr einfach ihre Artikel übernehmt? Habt ihr denn überhaupt keine Moral euch mit fremden Federn schmücken, ekelhaft!
@ Dark Knight
Das muss ein kapitales Missverständnis sein.
Wir zitieren nur (jeweils mit ‘… bzw. …’ kenntlich gemacht) und geben als Quellen oben immer (!) den Link zu der zitierten Info an – meistens noch mit einer redaktionellen Standardnotiz zum Abschluss, wo wir den Inhalt der Info der Beurteilung durch den Leser überlassen.
Von “Schmücken mit fremden Federn” kann also keine Rede sein !
Das ist wahr, tut mir leid, der Link führt zur Seite der BüSo. Mein Versehen.