wiwo.de 05.07.08: Neue Unternehmensdenkschrift der EKD: Frieden mit dem Kapital

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Link: wiwo.de , Link: ekd.de , Link: ekd.de: Denkschriften

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Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bereitet eine Aussöhnung mit dem Konzept der Sozialen Marktwirtschaft und damit eine Abkehr von den teilweise Wirtschafts- und Globalisierungskritischen Positionen der Vergangenheit vor.


Jetzt komme es darauf an, das Konzept der sozialen Marktwirtschaft „weltweit tragfähig zu machen“.

Auch bei den vielfach von Wirtschaftskritikern gescholtenen Finanzinvestoren warnt die EKD vor Pauschalverurteilungen. Schließlich könnten Beteiligungsgesellschaften „zur Lösung mittelständischer Finanzierungsprobleme beitragen“, den „langfristigen Unternehmenserfolg“ fördern und „mittelfristig neue Stellen schaffen“, heißt es in der Denkschrift, die dem Magazin vorliegt.

Allerdings kritisiert die Denkschrift Auswüchse des Kapitalmarktkapitalismus. „Besonders beunruhigend“ sei oftmals „die Tatsache des Abbaus von Arbeitsplätzen in gut verdienenden Unternehmen“. Auch zerstörten „unverhältnismäßig hohe Gehälter von Managern das Vertrauen der Menschen in die Wirtschaft“. In der „öffentlichen Wahrnehmung“ dominiere heute ein „Unternehmertyp, der die Grundwerte der sozialen Marktwirtschaft nicht mehr repräsentiert: Es ist der Manager eines Großbetriebs, der nur eine möglichst hohe Dividende für die Anteilseigner im Blick hat, dabei wenig Rücksicht auf die Beschäftigten nimmt“. Diesem Bild stellt die Denkschrift das Bild des Familienunternehmers entgegen, der oftmals eine stärkere Bindung zu seinen Mitarbeitern habe.

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Unsere Meinung:
Evangelische und katholische Kirche blamieren sich traurigerweise immer wieder mit ihren vollkommen ungenügenden Äusserungen zur „Sozialen Marktwirtschaft“.
Man muss doch über Verlautbarungen im Stile der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (nichts dagegen – im Konzert, in Konkurrenz mit anderen Initiativen) hinausdenken und – wenigstens – wieder mehr an die geistigen Grundlagen des K o n z e p t s der Sozialen Marktwirtschaft (nach dem Kriege) erinnern und appellieren – ja etwas wie eine Renaissance des „Geistes der Sozialen Marktwirtschaft“ herbeiführen (helfen) !!!!!
Von den geistliche Grundlagen ganz zu schweigen:
Es fehlt z.B. katholischerseits dringend eine mutige Enzyklika mit dem neuen, einzigen Thema „Zum richtigen Verhältnis von Finanzwirtschaft zur Realwirtschaft“ – wie geht man mit dem Phänomen „Finanz-, Rohstoff-, Nahrungsmittel- … Spekulationsblasen“ richtig um !!!
Man kann sich nicht dauernd mit „Unzuständigkeit“ gerade auf diesem wichtigen Gebiet herausreden.

swa

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