welt.de 13.10.10: Richard Schröder (Theologe) zu: Islam, Stuttgart 21

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„Der Islam ist keine prägende Kraft unserer Kultur“

Der Theologe Richard Schröder (SPD) spricht über die Grenzen der Toleranz gegenüber dem Islam und die Komplexe bei Muslimen.

… Zitat zu „Stuttgart 21“ …

WELT ONLINE: Ein anderes Thema: Angenommen, Herr Schröder, Sie lebten nicht im Berliner Umland, sondern im Schwäbischen, hätten Sie schon gegen das Projekt Stuttgart 21 demonstriert?

Schröder: Nein. Das Projekt hat durchaus positive Seiten, da kann zum Beispiel ein großes innerstädtisches Territorium neu bebaut werden.

WELT ONLINE: Haben Sie Verständnis für das Anliegen der Demonstranten?

Schröder: Die Demonstranten sind in erster Linie nostalgisch. Sie wollen, dass sich nichts ändert. Und sie beschwören Gefahren, die ich nicht nachvollziehen kann. Offenbar sind die Demonstranten die Fachleute für Tunnel und Anhydrid und die Planungsingenieure Idioten. Die Briten nennen so etwas „German Angst“.

WELT ONLINE: Eineinhalb Jahrzehnte lang wurde S21 beschlossen, geplant und vorangetrieben. Ist es politisch rational, wenn erst jetzt dagegen mobil gemacht wird?

Schröder: Bei den Demonstranten in Stuttgart offenbart sich ein merkwürdiges Demokratieverständnis. Natürlich haben sie das Recht, für ihre Meinung auf die Straße zu gehen. Wenn sie nun aber Vorbedingungen für Gespräche mit Regierungsvertretern stellen, gebärden sie sich wie Volksvertreter oder Tarifpartner. Tatsächlich wird in den Medien von einem Schlichter und von Schlichtungsgesprächen geredet. Zur Erinnerung: Entscheidungsbefugnisse werden in der Demokratie durch Wahlen erworben – und nicht dadurch, dass Demonstranten schreien „Hier bin ich“. Durch diese Attitüde wird der Ruf „Wir sind das Volk“ zur Karikatur. Das Volk kann seine frei gewählten bisherigen Volksvertreter nächstens abwählen, aber nicht zwischendurch mal durch selbst ernannte Wortführer ersetzen, die sich fälschlicherweise als die wahren Volksvertreter ausgeben.

WELT ONLINE: Wird die Distanz zwischen Wahlberechtigten und Gewählten größer?

Schröder: Es wächst die Bereitschaft, vielleicht auch die Lust, sich gegen Entscheidungen zu stemmen, die auf geordnetem parlamentarischem Weg zustande gekommen sind. Ich sehe eine Gefahr darin, wenn Zuständigkeiten, die in den Verfassungen geregelt sind, über den Haufen geworfen werden. Das ist nicht mehr Demokratie, sondern Willkür und am Ende Anarchie.

…‘

Zur Kenntnisnahme und intensiver Prüfung.
Wir können die Argumente selber nicht vollständig beurteilen. Bilden Sie sich bitte selbst Ihre Meinung, Ihr Urteil ! “Drum prüfe …”

(Markierungen in Fett- bzw. Kursivschrift – wie immer – durch die Redaktion)
(Anm. der Redaktion)

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